Organfibrose [SFB/TRR 57]Von den Mechanismen der Schädigung zur Beeinflussung der Erkrankung SFB-Sprecher: Prof. Dr. Christian Trautwein, Die Leberfibrose als Endstrecke aller chronischen Lebererkrankungen ist ein wachsendes medizinisches und gesundheitsökonomisches Problem; bis auf die Lebertransplantation stehen keine Therapieoptionen zur Verfügung. Für die individuell sehr variable Fibroseprogression sind neben exogenen Einflüssen weitgehend unbekannte genetische Risikofaktoren verantwortlich. Das Projekt fokussiert auf das Gen des Komplementfaktors C5, das durch Genomanalyse in experimentellen Kreuzungen von Inzuchtmäusen als fibrogener Risikofaktor (Nat Genet 2005; 37:835-843) und Zielmolekül für antifibrotische Therapien identifiziert wird. Die molekularen Mechanismen der fibrogenen Effekte werden jetzt in transgenen Mauslinien, die C5 überexprimieren oder eine Defizienz der Rezeptoren C5R1/C5L2 aufweisen und mit Hilfe bakterieller künstlicher Chromosomen hergestellt wurden, untersucht. In einem komplementären Ansatz werden die antifibrotischen Effekte von Anti-C5-Interventionen (peptidische Rezeptorantagonisten) auf aktivierte hepatische Sternzellen in vitro und während der Fibrogenese in vivo untersucht. Schließlich wird in einem neu entwickelten kongenen Mausmodell analysiert, ob die nicht toxisch induzierte Leberfibrose C5-abhängig ist oder durch andere Risikofaktoren modifiziert wird. Die Ergebnisse werden mit einem Modell der renalen Fibrogenese verglichen, da sie wahrscheinlich nicht nur für Patienten mit rasch progredienter Leberfibrose (z.B. nach Lebertransplantation) relevant sind, sondern gleichzeitig Modellcharakter für andere Organfibrosen besitzen.
last modified
2010-10-13 11:05
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