Perioden, Modulräume und Arithmetik algebraischer Varietäten [TR/SFB 45]Sprecher an der Uni Bonn
Professor Dr. Daniel Huybrechts Zusammenfassung der Aufgaben und Ziele
"Algebraische Varietäten" heißen spezielle Lösungsmengen spezieller Gleichungen. Mit ihnen befassen sich Mathematiker der Uni Bonn, der Uni Duisburg-Essen und der Johannes-Gutenberg-Uni Mainz im tansregionalen Sonderforschungsbereich TR 45; Sprecherhochschule ist Mainz; das Max-Planck-Institut für Mathematik ist im Boot. "Wir forschen in der reinen Mathematik und suchen nicht unmittelbar nach Anwendungen", sagt Professor Daniel Huybrechts, der den TR-45 auf Bonner Seite betreut. Dabei brauchen Huybrechts und seine Kollegen keine Gen- und keine Chemielabors, kein Radioteleskop und keinen Teilchenbeschleuniger: Sie erbringen ihre Höchstleistungen im Kopf. Wichtig ist dann, diese Gedanken regelmäßig mit anderen Experten unter die Lupe zu nehmen, um alle Argumente zu reflektieren und nach Querverbindungen zu suchen. Regelmäßig treffen sich Mathematiker jedes Standortes auf Seminaren und sie organisieren gemeinsame Wochenendworkshops. Wichtig ist ihnen die Zusammenarbeit mit jungen Kollegen: Zwei Mal im Semester tagen rund 20 Doktoranden als "Kleine Arbeitsgemeinschaft", deren Programm und Themenspektrum sie selbst festlegen. Die "algebraischen Varietäten" sind "ein international heißes Forschungsgebiet", sagt Huybrechts. Wie heiß, kann der Laie daran erkennen, dass in dieses Gebiet gleich zwei der sieben "Jahrtausendprobleme" fallen: die "Hodge-Vermutung" und die "Birch-Swinnerton-Dyer-Vermutung".
last modified
2009-12-24 08:54
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